FAQ
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
„Für ein Sozialkaufhaus ist das ALZ viel zu teuer!“, ist eine der Anmerkungen, die wir immer wieder hören und lesen. In dieser Einschätzung verbirgt sich jedoch ein Trugschluss, denn 1. ist das ALZ kein Sozialkaufhaus und 2. ist das, was viele ALZ nennen, nur ein Teilbereich des großen Ganzen.
Der Begriff Sozialkaufhaus bezieht sich fast immer auf unser Projekt MöbellagerNord alias der Wiederverwert-Laden. Sein Angebot richtet sich an jeden, der gut erhaltene gebrauchte Dinge sucht. Dort kann jeder einkaufen und stöbern, unabhängig vom Portemonnaie. Streng genommen ist dies auch in den vielen, zumeist von karitativen Einrichtungen getragenen Läden so. Es gibt jedoch einige große Unterschiede, die uns von diesen Sozialkaufhäusern unterscheiden:
Unser Fokus liegt auf Nachhaltigkeit
Während der Sinn eines Sozialkaufhauses darin besteht, einkommensschwachen Menschen eine preisgünstige Einkaufsmöglichkeit zu bieten, steht bei uns der Nachhaltigkeitsgedanke an erster Stelle! Wir wollen aktiv etwas gegen Ressourcenverschwendung, Müll und Überproduktion tun. Deshalb kümmern wir uns darum, dass bereits vorhandene Dinge ein neues Zuhause finden. Die Rechnung ist einfach: Jedes Stück, das gebraucht gekauft wird, muss nicht neu produziert werden. Somit leistet jeder, der bei uns einkauft, einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung, ganz gleich, ob es sich um einen einzelnen Teller oder eine Couchgarnitur handelt.
Wer bei uns einkauft, hilft Perspektiven zu schaffen
Seit 1984 helfen wir langzeitarbeitslosen Menschen, berufliche Perspektiven zu entwickeln. Durch die Tätigkeit in einer unserer vielen Sparten erlangen sie Fähigkeiten und Qualifikationen, die es ihnen ermöglichen, im Arbeitsleben (wieder) Fuß zu fassen. Von der Holzwerkstatt über Gartenpflege und Logistik bis zu Küche und Verkauf findet sich im ALZ für jeden das passende Einsatzgebiet. Unsere Projekte werden zwar gefördert, ein großer Teil der Finanzierung liegt jedoch bei uns. Eines der Standbeine, das all unsere Projekte unterhält, ist der Verkauf im Wiederverwert-Laden. Die dort erzielten Einnahmen entscheiden mit darüber, wie viele Menschen wir auf dem Weg in eine unabhängige, selbstbestimmte Zukunft begleiten können. Deshalb verkaufen wir Waren, Möbel und Bekleidung nicht wie in einem Sozialkaufhaus zum niedrigstmöglichen Preis, sondern beziehen den realen Wert eines Artikels mit ein.
Arbeit hat einen Wert und das muss anerkannt werden!
Unsere Mitarbeiter kümmern sich um all die gebrauchten Dinge, die Tag für Tag das ALZ erreichen. Bevor diese in den Regalen landen, werden sie von vielen fleißigen Händen sortiert, katalogisiert, wenn nötig aufgearbeitet, ausgezeichnet und dann an den richtigen Platz im Laden gebracht. Einige sehr abgeliebte Dinge werden in den Werkstätten mit Kreativität und handwerklichem Geschick in etwas Neues zu verwandelt. All das erfordert Zeit, Mühe und Arbeitskraft. Ein Einsatz, der wertgeschätzt werden sollte, ja sogar muss! Warme Worte reichen dafür nicht: Der Wert der Arbeit und der Dinge muss sichtbar gemacht werden. Deshalb spiegelt er sich in unseren Preisen wider. Dies ist ein weiterer Punkt, der uns von einem Sozialkaufhaus unterscheidet.
Wir werden nicht von Freiwilligen und Honorarkräften getragen, sondern bieten echte Arbeitsplätze
Sozialkaufhäuser leben fast ausnahmslos vom ehrenamtlichen Engagement Freiwilliger. Ergänzt wird dieser Einsatz häufig durch Honorarkräfte und Menschen, die auf dem zweiten Arbeitsmarkt tätig sind. Befristete Anstellungen kommen vor, Festanstellungen sind selten. Im ALZ dagegen sind neben den Kollegen, die sich im Rahmen der verschiedenen Projekte (weiter-) qualifizieren und einen Weg (zurück) ins Arbeitsleben finden, zahlreiche Mitarbeiter in Festanstellung beschäftigt. Wir schaffen und bieten also vollwertige, sozialversicherungspflichtige Jobs, die jedoch finanziert werden müssen.
All diese Punkte führen uns zurück zur ursprünglichen Aussage:
Das ALZ ist KEIN Sozialkaufhaus und kann es auch nicht sein. Jedenfalls nicht, wenn wir unsere Aufgabe als nachhaltiges, soziales, wertschätzendes und Perspektiven bietendes Unternehmen auch in Zukunft ernst nehmen wollen.
Wer durch unser Sortiment stöbert, findet so gut wie immer ein Preisschild, egal wie klein oder groß das zugehörige Teil ist. Manchmal können die Bepreisungen innerhalb der einzelnen Warengruppen variieren, sodass manch ein Kunde die mehr oder minder scherzhaft gemeinte Vermutung in den Raum wirft, dass wir unsere Preise auswürfeln. Das würde uns wahrscheinlich viel Arbeit sparen, trotzdem haben wir dieses einfache Tool bisher nicht genutzt. Stattdessen steht hinter unseren Preisen eine durchdachte Kalkulation.
Da wir aber gut verstehen können, dass sich nicht jeder Betrag immer ganz erschließt, geben wir hier einen kleinen Einblick in die Faktoren, die unseren Preisen zugrunde liegen. Beginnen wir mit einer gerne aufgestellten Behauptung:
Wir bereichern uns am Verkauf geschenkter Dinge
Es stimmt, dass ein Großteil der Waren im WiederverwertLaden aus Spenden stammt. Umsonst weitergeben können wir sie trotzdem nicht, denn von dem Moment an, wo wir sie entgegennehmen, bis zu dem Augenblick, wo sie in den Regalen landen, verursachen sie Kosten.
Warum auch gespendete Dinge etwas kosten
Arbeitskraft ist etwas wert!
In jeden dieser Schritte fließt jede Menge Arbeitskraft hinein. Natürlich könnte man sagen, dass viele Mitarbeiter über Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen bei uns beschäftigt sind und uns deshalb wenig kosten. Unser Ziel ist es jedoch, jedem Einzelnen eine sinnstiftende Aufgabe zu bieten und dazu gehört auch der Grundsatz, dass Arbeit einen Wert hat. Wo aber wäre dieser, wenn sich der Einsatz unserer Mitarbeiter nicht in den daraus hervorgehenden Produkten und Leistungen widerspiegeln würde?
Auch wir zahlen Energiekosten und Co.
Am bekanntesten ist wohl unser Möbellager, doch wir sind vielmehr als das: auf rund 12.000m² Quadratmetern befinden sich neben dem WiederverwertLaden auch unsere Werkstätten, das Lager, die Verwaltung, Aufenthaltsräume, unser Bistro Mahlzeit und vieles mehr. Überall fließt (warmes) Wasser, es gibt Licht, Maschinen laufen, im Winter wird geheizt. Alles ganz selbstverständlich, genauso wie Tatsache, dass Strom, Gas, Wasser sowie der Treibstoff für unsere Liefer- und Abholfahrzeuge Kosten verursachen, die wir Monat für Monat begleichen müssen.
Niemand ist perfekt
Auch wenn wir unsere laufenden Kosten gut kalkulieren können und in all den Jahren ausreichend Erfahrung gesammelt haben, um den Wert einer Leistung und eines Produkts einzuschätzen, können auch wir mal daneben liegen. Wir tun, was wir tun aus Leidenschaft, sind aber keine Perfektionisten. Das gilt natürlich auch für unsere fast 300 Mitarbeiter, von denen sich viele noch in einem Lernprozess befinden. Deshalb sind wir immer offen für Anregungen! Entdeckt ihr beim Preis also mal eine Abweichung zum Wert der Ware, macht uns gerne darauf aufmerksam!
Es stimmt: Das, was in unserem WiederverwertLaden ein neues Zuhause sucht oder als Basis für unsere Upcycling-Projekte dient, stammt aus Spenden. Menschen, die sich von Dingen trennen wollen, bringen sie zu uns – um Daheim Platz für Neues zu schaffen, das alz zu unterstützen oder nachhaltig zu handeln. Leider können wir aber nicht alles annehmen. Das hat mehrere Gründe.
Nicht ausreichend Lagerkapazität
Wir haben auf unserem Gelände nur begrenzten Lagerplatz. Geht etwas raus, kann Neues dazu kommen. Gerade bei großen Dingen wie Möbeln braucht das manchmal Zeit. Dann können wir so lange keine weiteren Sofalandschaften, Schränke, Betten und Ähnliches annehmen, bis wieder Platz ist.
Manches ist einfach nicht mehr vermittelbar
Nicht alles, was heil oder „noch gut“ ist, kann weiterverkauft werden. Entweder weil die Qualität sogar für Secondhand zu schlecht ist oder weil Material und Optik selbst härteste Retro-, Vintage- und Trash-Liebhaber nicht begeistert. Dazu gehören zum Beispiel Röhrenfernseher, verstaubte Trockenblumensträuße, die Schrankwand Eiche rustikal, selbst gestrickte Toilettensitzüberzüge, Pressspan-Möbel mit durchhängenden Regalen, stark gemusterte Sofas, inkomplette Puzzles und Spiele, Bücher mit Wasserschaden und vieles mehr.
Kleidung: Für die Aufbereitung fehlen uns Kapazitäten
Wir sind leider nicht stark genug besetzt, um kaputte Kleidung reparieren und gründlich reinigen zu lassen. Deshalb nehmen wir keine kaputten, verschlissenen oder verschmutzten Textilien an. Warum solche Kleidungsstücke sich nicht für den Wiederverkauf eigenen, erklärt sich von selbst.
Entsorgung ist keine kostenlose Dienstleistung
Alles was nicht weiterverkauft oder anderweitig verwendet werden kann, müssen wir entsorgen – und das ist teuer. Die Entsorgungsgebühren sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, sodass es leider immer wieder Menschen gibt, die uns als Entsorgungsmöglichkeit betrachten. Wir können die örtlichen Recyclinghöfe leider nicht kostenfrei nutzen und auch wir müssen ganz normal für große Abfallmengen zahlen – besonders wenn es sich um Sperrmüll und Textilien handelt.
Und was mache ich nun mit Sachen, die das alz nicht annimmt?
Jeder Bremer Bürger kann die Bremer Recyclingstationen kostenfrei nutzen. Dies wird über die Abfallgebühren bezahlt. Außerdem steht jedem Haushalt einmal im Jahr eine kostenlose Sperrmüllabfuhr zur Verfügung.
Das sind die Gründe, warum wir im Laufe der Jahre dazu übergehen mussten, alle Angebote gründlich zu prüfen. Wir hoffen, dass wir dafür – jetzt, wo ihr wisst, warum – euer Verständnis haben. Das ändert nichts daran, dass wir uns über jeden freuen, der mit seiner Spende etwas für die Umwelt und den alz-Gedanken tun möchte.
Gibt es einen Mindestbestellwert?
Im Online-Shop gibt es keinen Mindestbestellwert. Wenn Sie jedoch Waren im Wert von über € 100 bestellen, erstatten wir Ihnen die Versandkosten für alle Lieferungen innerhalb Deutschlands.
Wie lange braucht die Ware bis sie bei mir ist?
Die Versanddauer für Lieferungen innerhalb Deutschlands beträgt ca. 3-5 Werktage. Wenn Sie die Zahlungsart Vorkasse gewählt haben, bitten wie Sie jedoch zu beachten, dass ein Versand erst nach Eingang der Zahlung über die Bank erfolgen kann und sich die Auslieferung deshalb um einige Tage verzögert.
Was kostet der Versand?
€ 5,90 Versandpauschale
Wie versenden wir?
National mit DHL
Kann ich meinen Artikel persönlich abholen?
Ja – innerhalb unserer Geschäftszeiten, diese sind:
Mo – Fr 10.00 – 18.00 Uhr
Sa 10.00 – 15.00 Uhr
Wie und wann muss ich bezahlen?
Sie bekommen von uns immer im Vorweg eine Rechnung, die Sie per Banküberweisung oder per Paypal bezahlen können.
Sobald das Geld bei uns gut geschrieben wurde, wird die bestellte Ware umgehend zugesandt.
Darüber hinaus können Sie die Ware natürlich auch bei uns direkt abholen.
Wie kann ich meine Bestellung ändern oder stornieren?
Falls Sie Ihre Bestellung im Nachhinein ändern oder stornieren möchten, können Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail erreichen, um uns Ihre Änderungswünsche mitzuteilen.
Telefon +49 (0) 421 – 60 90 559
E-Mail: moebellagernord@alz-bremen.de
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